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Der Start zum Rennen erfolgte um 09:45 in
Leverkusen direkt in der Nähe vom Stadion. Die
Organisation war etwas holprig die Anfahrt war nicht
gut ausgeschildert (man sollte von der Köln Messe 15
km zum Start radeln und nach dem Ziel 4 km zur Messe), Aussagen
zum Taschentransport ließen sich nicht finden, usw.
Meine eigene Organisation war auch holprig, denn ich hatte
meine Riegel und Gels zuhause gelassen und somit nichts zu
essen dabei. Der Veranstalter hatte auch keine Verpflegungsstellen
eingerichtet, im Vergleich zu anderen Radrennen eine Schmach
für Rund um Köln. Ich habe von Dienstag bis Freitag
vor dem Rennen flach mit Grippe im Bett gelegen und auch am
Starttag habe ich noch starken Heuschnupfen und Grippenachwehen
dazu. Das sind aber keine Entschuldigungen, denn beim radeln
gibt es einfach keine Du musst einfach fahren, dann
kommst Du auch an.
Direkt nach dem Start in Leverkusen (70 m
Höhe) hat es schon hinter mir gekracht. Aus Block 1 bin
ich so an Position 200 gestartet und die Irren legten los.
Fuhren einen 45er Schnitt in der Ebene bis km 5, dann ging
es bergauf bis km 12 und von km 18 bis km 33 bergan nach Wermelskirchen
auf 370m Höhe. Bei km 33 war ich nach genau 1:02 Stunden
damit bin ich zufrieden weil ich in keiner Gruppe und
immer alleine im Wind gefahren bin. Bergan war ich in den
steilen Stellen schneller als die meisten, aber in den Anstiegen
die mir normalerweise liegen (flache Anstiege) hatte ich heute
keine Luft zum atmen hier habe ich sehr viel Zeit liegen
lassen. Bergab war heute wenig mit treten, da ging es darum
Lunge, Hals und Nase frei zu bekommen.
Ab km 65 wurde ich oft auf mein lautes Rad
angesprochen, mit hört sich an wie Lagerschaden,
etc. Ja, so war es dann auch ich hatte zwei Lagerschäden,
einen am Tretlager (hat immerhin 23.000 km gehalten) und eines
an der hinteren Bora Felge. Das hat aber keine Zeit gekostet,
nur ein paar Kommentare hat man sich eingefangen.
Mit einigen kleinen Wellen ging es dann Bergab,
wo bei km 52 in Overrath die 60 km Radler zu uns stießen
das waren wahre Massen und es ging von hier in den
nächsten Anstieg, der 12 km lang und flach war. Bei km
65 auf 275 hm war ich nach 2:10 Stunden und dann begann mit
3 kleineren Hügeln (einem am Bensberger Schloß
über Kopfsteinpflaster) die Abfahrt nach Köln. Hier
habe ich wahnsinnig Zeit verloren, da ich weder Nahrung noch
Luft hatte. Zudem habe ich insgesamt über die 104 km
nur 0,45 Liter trinken können.
In Köln ging es dann über die Deutzer
Brücke, am Rheinufer entlang zum Ziel an der Mülheimer
Brücke. Hier habe ich nochmal Gas geben können.
Nach 3:29:45 hatte ich die 103,5 km hinter mir, ein 29,9er
Schnitt und Platz 595. Für die Bedingungen bin ich damit
zufrieden ich weis wo die Zeit liegen geblieben ist
und das reicht. Nach dem Ziel dann die Tour Richtung Messe
zur Chipabgabe und dann die Tour zurück über die
Brücke zu meiner Freundin und dem Auto.
Insgesamt also alles ganz okay gelaufen.
Die längeren Distanzen liegen mir mehr, als die kurzen
und schnellen. Und bei den längeren Distanzen sind die
Leute auch gesprächiger und nicht zu verbissen. Die Organisation
hätte wirklich besser sein können, die Zuschauer
und das Wetter waren fantastisch.
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