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Beim Gerolsteiner Tour Festival 2007 bin
ich in zwei Disziplinen angetreten.
Das Einzelzeitfahren am Freitag startete
mit den ersten Startern ab 15:00 Uhr. Die Wetterbedingungen
waren bei Windböen zwischen Stärke 5 und 7 nicht
ideal und es war zudem nass auf den Strassen und teils hat
es auch noch geregnet. Das Streckenprofil war nicht ganz einfach,
vor allem waren die Kurven in den Abfahrten im ersten Streckenabschnitt
sehr eng abgesteckt, damit entgegenkommende Fahrer die andere
Fahrbahnhälfte nutzen konnten.
Ich hatte zum Glück den drittletzten
Startplatz und damit entgegen vielen Anderen wenig Wind und
auch keinen Regen es kam sogar kurz die Sonne heraus.
Das positive Wetter konnte ich aber leider nicht nutzen, da
ich bereits nach ca. 2 km in der ersten Abfahrt in der ersten
Steilkurve geradeaus in einen Feldweg fuhr. Ich hatte mich
schlicht verbremst und musste dann die Bremsen lösen,
um nicht zu stürzen. Wegen dem windigen Wetter war ich
mit den BORA Laufrädern gestartet, vermutlich wäre
die Zeit mit dem Kredo Rahmen auf dem welligen Kurs besser
gewesen als mit dem von mir genutzten Montello Rahmen. Aber
es ging ja um nichts, da Zeitfahren, bzw. generell kurz und
schnell nicht so meine Disziplin ist. Nach dem versteuern,
hatte ich Lehm auf den Laufrädern und somit für
die nächsten knapp 10 km einen hoppeligen Lauf, zudem
schaut man immer, ob noch alles am Rad heil und fest ist.
Vermutlich haben mich aber meine Bein mehr Zeit gekostet als
all die kleinen Probleme und so kam ich auf Platz 96 der Herrenwertung
von knapp 280 Startern ins Ziel ca. 50 gemeldete Fahrer
waren erst gar nicht gestartet.
Am Samstag vor dem Marathon rief mein
Mitfahrer Ulli an und sagte, er würde lieber bei dem
Regen das Bett hüten als zu fahren. Ich habe mich also
alleine auf den Weg gemacht und musste feststellen, dass viele
angereist waren, aber auf dem Parkplatz ihr Auto nicht verlassen
haben, da der Regen nicht enden wollte. Als ich um 07:45 in
den Startblock rollte, saßen immer noch viele im Auto
Die Motivation zu starten war also bei vielen dank
des prasselnden Regens nicht allzu hoch. Um 08:00 ging es
dann aus dem Block A los für mich und ich bin von Beginn
an immer vorne in der Gruppe geblieben. Im Block standen Fahrer
für die Strecken 101, 155 und 210 km, so dass vorne auch
immer ordentlich Gas gegeben wurde.
Der Kurs war extrem wellig mit Steigungen
von bis zu 12% und das Wetter machte in den Abfahrten echt
Probleme, da ich durch und durch nass war und daher auch schnell
ausgekühlt bin, aber im Wesentlichen erinnere ich mich
an ein ständiges Bergauffahren. Und da der Regen nur
selten aufhörte bin ich einfach schnell gefahren um warm
zu bleiben. Nachdem dann die ersten der über 300 Starter
für das 210 km Rennen abgekürzt haben und nach 101
oder 155 km das Rennen beendet haben und die 101 und 155 km
Fahrer im Ziel waren, wurde es extrem ruhig auf der Strecke.
Die letzten 50 km bin ich ganz alleine gefahren und habe dabei
die Runde noch 10 Minuten schneller gefahren als die beiden
Vorrunden. Bei dem Kurs und dem Wetter einen Schnitt von über
30 km/h gefahren zu haben ist für mich eine ordentliche
Leistung.
Für das Wetter kann der Organisator
nichts. Die Organisation war super. Die Startunterlagen hat
man sofort erhalten, der Tausch von Startplätzen war
kein Problem und auch die Verpflegung unterwegs war sehr gut
organisiert und die Mitarbeiter alle hilfsbereit und freundlich.
Ich hatte wieder nette Unterhaltungen mit einigen Teilnehmern
nur die letzten 50 km waren halt etwas einsam aber
ich wollte ja schnell nach Hause ins Trockene.
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