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Am 01.06.07 um 21:00 Uhr wurde der
600er Brevet in Hamburg, der uns über den Brocken im
Harz führen sollte, gestartet. Schon vor dem Start hatte
ich Magenkrämpfe am Nachmittag und vor allem starken
Durchfall. Trotzdem musste ich diese letzte Chance zur Qualifikation
für Paris-Brest-Paris nutzen, denn es gab kein in meinen
Zeitplan passendes Qualifikations-Brevet mehr.
Es ging in zwei geteilten Gruppen los, da wir zu viele Starter
waren, um auf den Strassen in einer Gruppe zu fahren. Ich
wurde in die zweite Gruppe eingeteilt und startete somit 12
Minuten nach der ersten Gruppe. Zu meinem Unmut waren auch
die sportlichen Fahrer allesamt bei mir in der Gruppe und
da es immer besser ist, wenn man Nachts den Ortskundigen folgt,
habe ich mich der schnellsten Gruppe angeschlossen und es
ging ab dem Start an der Elbe entlang mit immer 34 bis 37
km/h auf dem Tacho. Ich habe mich bewusst im Windschatten
gehalten.
Schon nach weniger als einer Stunde hatten wir die komplette
1. Startgruppe eingeholt und fuhren fortan mit den schnellsten
Fahrern dieser Gruppe gemeinsam. Mit ca. 15 Fahrern ging es
dann durch die Nacht. Bereits um kurz nach Mitternacht, nach
einer Fahrtzeit von 3:10 Stunden erreichten wir den Ort Uelzen
bei 106 km. Wir waren also inkl. kurzer Pausen und Ampeln
mit einem Schnitt von 34,5 km/h unterwegs und es lagen noch
knapp über 500 km vor uns. Die letzten 10 km vor der
Pause in leicht welligem Gelände hatte ich einige Probleme
mich in der Gruppe zu halten, wohl vor allem weil ich eigentlich
nicht trinken und vor allem nicht essen konnte. Ich war seit
Hamburg quasi ohne Verpflegung, da mein Magen arge Probleme
hatte.
In Uelzen haben wir dann eine Pause bei einem Italiener, der
ersten Kontrollstelle, gemacht. Nach der Pause von ca. 15
Minuten sind wir dann in derselben Gruppe mit 15 Fahrern weitergefahren.
Schon am ersten Kreisverkehr nach knapp einem Kilometer war
bei mir der Ofen aus - er lief quasi nach der Pause nicht
mehr an, ich habe den Anschluss an die Gruppe nicht mehr halten
können und habe mich dann entschlossen umzudrehen und
beim Italiener auf die nächste Gruppe zu warten. Diese
war allerdings wohl einen anderen Weg gefahren und hatte sich
eine andere Kontrolle in Uelzen gesucht. So saß ich
knapp 30 Minuten beim Italiener, bekam immer ärgere Probleme
und habe mich dann schließlich entschlossen, das Rennen
zu beenden, um nicht wochenlang dem ganzen hinterherzuhängen.
Ich habe mein "privates Taxi" in Hamburg angerufen
und noch bis 3:30 eine ganz liebe und nette Unterhaltung mit
dem Italiener geführt, der eigentlich um 1:00 Uhr schließen
wollte. Um zwischen 2:00 und 3:00 kamen noch zwei Fahrer vorbei
und um kurz nach drei noch eine Fahrerin. Diese hat auch hier
aufgehört, so dass wir dann gemeinsam nach Hamburg zurückgeholt
wurden.
Einen ganz großen Dank an MAMMA MIA, den Italiener in
Uelzen, der mich nicht nur in die Rezeptgeheimnisse sondern
auch die wirtschaftlichen Hintergründe eines guten Restaurants
hat einblicken lassen und der mir das knapp dreistündige
Warten kurz gestaltet hat. Wir werden uns wieder sehen, vermutlich
bei einem Brevet!
Im Nachgang habe ich mich dann entschlossen, dass ich die
Qualifikation für Paris-Brest-Paris Ende Juni in der
Schweiz bei Wiedlisbach-Bodensee-Bern machen werden, mir hier
gleichzeitig die RAAM Qualifikationsstrecke anschaue und dafür
den Dolomiten Marathon nicht fahren werde, der am selben Wochenende
stattfindet.
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