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Der zunächst für den 22. März geplante Brevet wurde wegen Schneefalls auf den 29.03. verschoben. Nachdem auch Rund um Köln am Ostermontag (24.03.) dem Schnee zum Opfer fiel, war es nun Zeit wieder auf das Rad zu steigen und wertvolle Kilometer zu sammeln.
Von Brühl ging es um 08:00 Uhr los Richtung Langerwehe. Sehr starker Gegenwind ließ die Gruppe bei zum Teil 15 km/h verharren. Torsten Walter (einer meiner Fleche Partner zur Wartburg) und ich machten dann schon auf den ersten Kilometern sehr viel Dampf und hielten das Tempo trotz des Windes bei über 26 km/h. Dies erforderte in der ersten Reihe gute 290 Watt Dauerleistung auf den ersten 55 km. Nur wenn man den Weg nicht kennt, kommt man auch nicht weg.
Kurz hinter Langerwehe geht es dann durch das Salmbachtal endlich mit deutlich weniger Wind aber dafür bergauf voran. Hier setzt sich eine 2er Gruppe ab und ich schließe mit einer Fahrerin hierzu auf. Wir fahren bis zur Geheimkontrolle zu viert und ab dort zu fünft weiter. Bei km 70 muss ich einen Gang zurückschalten, da mir der Zahnarztbesuch mit Narkose vom Vorabend noch in den Knochen zu stecken scheint - ich hatte schon am Start schwere Beine. Bei km 75 fährt Torsten noch von hinten mit zwei Kameraden heran und ich muss ihn dann vor Monschau bergan ziehen lassen.
In Monschau sehen wir uns wieder und fahren nach längerer Rast weiter. Zwischenzeitlich hatten wir im hohen Venn schon reichlich Schnee neben der Strasse gesehen.
Direkt nach Monschau muss ich Torsten fahren lassen und bin quasi alleine Richtung Schleiden und Kall weitergefahren. Keiner vor mir und ein Mitradler immer mit Sicherheitsabstand hinter mir.
In Kall habe ich dann in einer Abfahrt mein Garmin Navi Gerät verloren und beim Hin- und Herfahren zwecks Suche bin ich von 5 Fahrern passiert worden. Ich habe hier mindestens 15 Minuten gesucht, aber das Gerät leider nicht gefunden.
Nun war leider auch meine Routenführung weg, so dass ich aus dem Kopf den Weg zum Radioteleskop in Effelsberg suchen musste. Drei Stops zwecks Erkundigung musste ich einlegen. Zudem war ich leicht demotivert, da niemand vor und niemand hinter mir war - auch die langsam gefahrenen Passagen brachten niemanden an mich heran. In Effelsberg stellte sich dann heraus, dass ich schon 29 km mehr auf dem Tacho hatte als die vier dort noch wartenden Fahrer.
Von Effelsberg aus bin ich mit dauerhaft hoher Geschwindigkeit von mindestens 35 km/h bis Brühl gefahren - der Wind kam auch mittlerweile von schräg hinten. In Brühl war ich dann nur kurz hinter Jörg Paffrath, der in Effelsberg noch knapp 25 Minuten vor mir abgefahren war.
Als 10. war ich trotz Navi-Verlust, den extra 29 km und dem starken Wind noch sehr zufrieden.
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